Verletzungen der Wirbelsäule

Verletzungen der Wirbelsäule können entweder die knöchernen Bestandteile, die Bandscheiben und den Bandapparat oder beides betreffen. Folge können Instabilitäten, Schmerzen und Lähmungen sein. Eine genaue Diagnostik erlaubt eine passende Therapie. Reine und unkomplizierte Kompressionsfrakturen können in der Regel konservativ mittels Ruhigstellung in einer Orthese behandelt werden wohingegen instabile Frakturen und Verletzungen der Wirbelsäule mit Beteiligung der Bandscheiben / Bänder in Regel operativ stabilisiert werden müssen. Zwischenzeitlich stehen für viele – auch komplexe – Frakturen Instrumentationen und Behandlungsverfahren zur Verfügung, die einen ausgedehnten operativen Eingriff mit einem entsprechenden Weichteilschaden vermeiden und die minimalinvasiv eingebracht werden können.

Bruch des 2. Halswirbels und minimalinvasive Stabilisierung mittels einer Schraube (Schraubenosteosynthese des Dens).
Stabilisierung einer Fraktur der Brustwirbelsäule bei einem älteren Patienten mit einer Instabilität nach Fahrradsturz. 

Die Bildreihe zeigt die Versorgung einer osteoporotischen Fraktur eines Lendenwirbels. Unter konservativen Maßnahmen war keine suffiziente Beschwerdebesserung zu erreichen, so dass schließlich der gebrochene Wirbel mit Ballons aufgerichtet (3. und 4. Bild) und mit Knochenzement aufgefüllt wird (5. und 6. Bild). Hierzu wird über Arbeitskanäle ein Zugang zu dem Wirbelkörper geschaffen (1. und 2. Bild – von oben links nach unten rechts).